Lakehouse
Data Lakehouse: Moderne Datenplattform-Architektur, die die Kosteneffizienz und Flexibilität von Data Lakes mit der Governance und Performance von Data Warehouses vereint – für strukturierte und unstrukturierte Daten in einem System.Das Lakehouse ist die Antwort auf "Data Lake oder Data Warehouse?" – Sie brauchen beides nicht mehr separat. Eine Plattform für Raw Data, Analytics, Machine Learning und Business Intelligence.
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Was ist ein Data Lakehouse?
Ein Data Lakehouse ist eine hybride Datenarchitektur, die kostengünstigen Object Storage (wie Data Lakes) mit strukturierten Management- und Query-Funktionen (wie Data Warehouses) kombiniert – ohne Daten mehrfach kopieren zu müssen.
Die drei Kern-Eigenschaften:
- Unified Storage: Alle Datentypen (strukturiert, semi-strukturiert, unstrukturiert) in einem Repository
- ACID Transactions: Datenbank-ähnliche Konsistenz-Garantien auch auf Object Storage
- Open Table Formats: Delta Lake, Apache Iceberg, Apache Hudi – keine Vendor-Lock-ins
Die Evolution der Datenarchitekturen:
Warum Data Lakehouse für Ihr Business entscheidend ist
Konkrete Business-Vorteile:
Kostenreduktion um 50-70% – Object Storage (S3, Azure Blob, GCS) kostet ~€20/TB/Monat vs. €200-500/TB/Monat für Data Warehouse-Storage. Bei 100TB Daten: €480k/Jahr gespart.
Vereinfachte Architektur – Statt Data Lake für Raw Data + ETL-Jobs + Data Warehouse für Analytics + separates Feature Store für ML → Ein System für alles. Weniger Moving Parts = weniger Fehlerquellen.
Echtzeit-Analytics möglich – Streaming-Daten (Kafka, Kinesis) können direkt ins Lakehouse geschrieben und sofort abgefragt werden – ohne Batch-ETL-Verzögerung.
Data Science & BI aus einer Quelle – Data Scientists trainieren ML-Modelle auf denselben Daten, die Business-Analysten in Dashboards nutzen – keine Diskrepanzen mehr durch separate Systeme.
Die 3-Schicht-Architektur eines Data Lakehouse
Layer 1: Storage Layer (Foundation)
Funktion: Persistente Speicherung aller Rohdaten in kostengünstigem Cloud Object Storage
Technologien:
- AWS S3, Azure Data Lake Storage Gen2, Google Cloud Storage
- On-Premise: MinIO, Ceph
Datentypen:
- Strukturiert: CSV, Parquet, ORC
- Semi-strukturiert: JSON, XML, Avro
- Unstrukturiert: PDFs, Bilder, Videos, Logs
Vorteil: Storage und Compute sind entkoppelt – Sie zahlen nur für genutzten Speicher, nicht für ständig laufende Server.
Layer 2: Metadata & Table Format Layer (Brain)
Funktion: Transformation von Object-Storage-Files in abfragbare "Tabellen" mit ACID-Garantien
Open Table Formats:
Delta Lake (Databricks):
- Time Travel (Versionierung)
- Schema Evolution
- Z-Ordering für schnellere Queries
- Tight integration mit Spark
Apache Iceberg (Netflix, ursprünglich):
- Hidden Partitioning (automatisch optimiert)
- Snapshot Isolation
- Multi-Engine-Support (Spark, Trino, Flink)
Apache Hudi (Uber, ursprünglich):
- Record-Level Updates/Deletes
- Change Data Capture (CDC)
- Incremental Processing
Kernfunktionen:
- Schema Enforcement: Daten müssen definiertem Schema entsprechen
- ACID Transactions: Keine Race Conditions bei parallelem Lesen/Schreiben
- Time Travel: Zugriff auf historische Daten-Versionen
- Data Governance: Fine-grained Access Control, Audit Logs
Layer 3: Compute & Analytics Layer (Interface)
Funktion: Verschiedene Engines greifen auf dieselben Daten zu – für unterschiedliche Workloads
SQL Analytics (BI-Use-Cases):
- Databricks SQL, Trino, Presto, Dremio
- Für Business-Analysten und Business Intelligence
Data Science & ML:
- Apache Spark, Pandas, PyTorch, TensorFlow
- Für Data Scientists und Machine Learning-Workflows
Streaming Analytics:
- Spark Structured Streaming, Flink, Kafka Streams
- Für Echtzeit-Verarbeitung und Event-Driven-Architectures
Data Engineering:
- dbt, Airflow, Prefect für Orchestration
- Für Data Engineering-Teams
Data Lakehouse vs. Traditional Architectures
Szenario 1: Sie haben nur ein Data Warehouse
Problem: Unstrukturierte Daten (PDFs, Bilder) passen nicht rein, ML-Workloads zu teuer, Skalierung limitiert
Lakehouse-Lösung: Migrieren Sie zu Lakehouse – behalten Sie SQL-Performance, gewinnen Sie Flexibilität und sparen Kosten
Szenario 2: Sie haben nur einen Data Lake
Problem: Business-User können nicht ad-hoc queryen, langsame Performance, "Data Swamp" ohne Governance
Lakehouse-Lösung: Implementieren Sie Table Format (Delta/Iceberg) auf bestehendem Lake → sofort BI-ready
Szenario 3: Sie haben Data Lake + Data Warehouse
Problem: Daten werden mehrfach kopiert (ETL), Diskrepanzen zwischen Systemen, doppelte Kosten
Lakehouse-Lösung: Konsolidieren Sie auf Lakehouse – eine Single Source of Truth für alle Use Cases
Leading Lakehouse-Plattformen 2025
Databricks Lakehouse Platform
- Tightest Delta Lake integration (sie haben es erfunden)
- Unity Catalog für Governance
- Databricks SQL für BI-Workloads
- Best für: Spark-Heavy-Workloads, Data Science-Teams
Snowflake with Iceberg Tables
- Hybrid: Native Snowflake Tables + External Iceberg Tables
- Separates Compute-Warehouses für Workload-Isolation
- Best für: Bestehende Snowflake-Kunden die Lakehouse-Features wollen
Google BigLake
- Unified Analytics über BigQuery, Storage, Bigtable
- Tight GCP-Integration
- Best für: GCP-native Unternehmen
AWS Lake Formation + Athena/EMR
- AWS-managed Lakehouse-Services
- Iceberg-Support in Athena
- Best für: AWS-native Architekturen
Open-Source Stack (DIY)
- MinIO/S3 + Apache Iceberg + Trino/Spark
- Maximale Flexibilität, kein Vendor-Lock-in
- Best für: Unternehmen mit starken Engineering-Teams
Implementierungs-Roadmap: 5 Phasen zum Lakehouse
Phase 1: Assessment & Strategie (4-6 Wochen)
- Inventarisierung aktueller Datenquellen und -systeme
- Use-Case-Priorisierung: Was sind die wichtigsten Workloads?
- Vendor-Evaluation: Databricks vs. Snowflake vs. Open-Source?
Output: Lakehouse-Strategie mit ROI-Projektion
Ein Data Audit bewertet Ihre Datenreife.
Phase 2: Foundation Setup (6-8 Wochen)
- Cloud-Infrastruktur-Setup (Storage, Networking, IAM)
- Lakehouse-Platform-Installation
- Initial Data Ingestion (kritische Datenquellen)
Output: Produktive Lakehouse-Umgebung mit ersten Daten
Phase 3: Data Migration (8-12 Wochen)
- Batch-Migration historischer Daten aus Warehouse/Lake
- Streaming-Pipelines für Echtzeit-Daten
- Schema-Definitions und Governance-Policies
Output: Vollständige Daten-Migration
Phase 4: Analytics & ML Enablement (6-8 Wochen)
- BI-Tool-Integration (Tableau, Power BI, Looker)
- ML-Plattform-Setup (MLflow, Feature Store)
- User-Trainings für Self-Service-Analytics
Output: Teams nutzen Lakehouse produktiv
Phase 5: Optimization & Governance (fortlaufend)
- Performance-Tuning (Partitioning, Z-Ordering, Caching)
- Data Governance-Refinement
- Cost-Monitoring und -Optimization
Gesamtdauer: 6-9 Monate von Strategie bis vollständiger Produktivbetrieb
Häufige Lakehouse-Implementierungs-Fehler vermeiden
Fehler 1: "Lift & Shift" ohne RedesignProblem: Data Warehouse 1:1 in Lakehouse kopieren – verpasste OptimierungschancenLösung: Nutzen Sie Migration für Data-Model-Refactoring
Fehler 2: Fehlende Governance von Anfang anProblem: Lakehouse wird zum Data Swamp 2.0Lösung: Schema Enforcement, Access Control, Data Catalog von Tag 1
Fehler 3: Falsche Table-Format-WahlProblem: Delta Lock-in bei Databricks, aber Sie wollen Multi-EngineLösung: Iceberg für Portabilität, Delta für Databricks-native Performance
Fehler 4: Unterschätzung von Compute-KostenProblem: Storage ist günstig, aber ständig laufende Clusters teuerLösung: Auto-Scaling, Serverless-Compute, Query-Optimization
Häufige Fragen zu Data Lakehouse
Ist ein Lakehouse nur für große Unternehmen?Nein. Startups profitieren von günstigen Storage-Kosten und Flexibilität. Lakehouse lohnt sich ab ~5TB Daten oder wenn Sie ML + BI kombinieren wollen.
Muss ich mein Data Warehouse komplett ersetzen?Nicht zwingend. Viele Unternehmen starten hybrid: Lakehouse für neue Use Cases, Warehouse für Legacy-Workloads. Schrittweise Migration über 1-2 Jahre.
Welches Table Format sollte ich wählen?Delta Lake wenn Sie auf Databricks setzen. Iceberg für Multi-Engine-Flexibilität und Cloud-Portabilität. Hudi für Upsert-Heavy-Workloads (z.B. CDC).
Wie ändert sich die Rolle von Data Engineers?Weniger ETL-Pipeline-Building, mehr: Data Modeling, Performance-Optimization, Governance-Implementation, Self-Service-Enablement für Analysts.
Ihre nächsten Schritte zum Data Lakehouse
Die erfolgreiche Lakehouse-Implementierung erfordert Cloud-Expertise, Data-Engineering-Skills und strategisches Architektur-Design. Wir unterstützen Sie End-to-End:
- Data Strategy – Lakehouse-Strategie mit Use-Case-Priorisierung und Vendor-Auswahl
- Data Audit – Assessment Ihrer aktuellen Datenlandschaft und Migrations-Readiness
- Data Engineering – Hands-on Lakehouse-Implementation, Pipelines und Optimization
- Data Governance – Setup von Access Control, Data Catalog und Compliance
- Business Intelligence – BI-Tool-Integration für Self-Service-Analytics auf Lakehouse
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