Data Owner
Der Data Owner ist ernannt, aber ohne Mandat – die häufigste Fehlerquelle in Data Governance Projekten.
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In vielen Unternehmen existiert die Rolle des Data Owners auf dem Papier – aber nicht in der Realität. Die Person ist ernannt, hat aber weder Zeit noch Mandat, tatsächlich Verantwortung zu übernehmen. Das Ergebnis: Datenqualitätsprobleme bleiben ungelöst, Compliance-Risiken wachsen still, und niemand fühlt sich zuständig. Ein funktionierender Data Owner ist keine HR-Frage – sondern eine strukturelle.
Wir helfen Ihnen nicht nur bei der Definition des Data Owner, sondern bei dessen erfolgreicher Implementierung und Schulung in Ihrer Organisation. Jetzt Data Owner Rollen erfolgreich implementieren
Ausführliche Informationen erhalten Sie auch in unserem Leitfaden Data Governance: Framework für datengetriebenen Erfolg
Was sind Aufgaben von Data Owner?
- Definition der Datenanforderungen: Der Data Owner definiert die Anforderungen an die Daten, die für den Geschäftsbetrieb benötigt werden.
- Auswahl von Datenquellen: Der Data Owner wählt die Datenquellen aus, aus denen die benötigten Daten abgerufen werden.
- Implementierung von Datenprozessen: Der Data Owner implementiert Prozesse für die Erfassung, Speicherung, Bereinigung und Transformation der Daten.
- Überwachung der Datenqualität: Der Data Owner überwacht die Qualität der Daten und stellt sicher, dass sie für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.
- Bereitstellung von Datenzugriff: Der Data Owner stellt den berechtigten Nutzern den Zugriff auf die Daten zur Verfügung.
- Einhaltung von Richtlinien: Der Data Owner stellt sicher, dass die Daten gemäß den Richtlinien des Unternehmens verwendet werden.
Ein Data Owner ist Teil einer Data Organisation und idealerweise einer Data Governance Struktur.
Praxis-Tipp aus unseren Projekten
Data Owner scheitern fast nie an mangelndem Fachwissen – sondern an fehlender Entscheidungsbefugnis. In unseren Projekten empfehlen wir daher: Bevor die Rolle besetzt wird, muss das Mandat schriftlich definiert sein. Wer darf Datenzugriffe verweigern? Wer entscheidet bei Konflikten zwischen Fachbereich und IT? Ohne diese Klarheit ist die Rolle wirkungslos.
Wie funktioniert ein Data Owner in der Praxis?
Ein Data Owner agiert an der Schnittstelle zwischen Business und IT. In der Praxis bedeutet das konkret drei Verantwortungsbereiche:
- Strategisch: Der Data Owner definiert gemeinsam mit dem CDO oder Data Manager, welche Daten geschäftskritisch sind und welche Qualitätsstandards gelten. Er ist der Ansprechpartner für den Data Governance Board.
- Operativ: Er überwacht täglich die Datenqualität seines Bereichs, eskaliert Probleme und koordiniert mit Data Stewards die operative Umsetzung der Richtlinien.
- Kulturell: Der Data Owner trägt aktiv dazu bei, eine Datenkultur zu etablieren – indem er seinen Fachbereich für den Wert sauberer Daten sensibilisiert und als Vorbild vorangeht.
In mittelständischen Unternehmen übernimmt häufig ein erfahrener Abteilungsleiter diese Rolle im Nebenamt. Wichtig dabei: Das Nebenamt muss explizit im Stellenprofil verankert sein – sonst verliert die Rolle im Tagesgeschäft.
Ein Data Owner ist immer eingebettet in eine Data Governance Struktur und arbeitet eng mit Data Stewards sowie dem Chief Data Officer zusammen.
Welche Qualifikationen benötigt ein Data Owner?
- Fachkenntnisse im Bereich der Datenverwaltung oder einem verwandten Bereich
- Verständnis der Geschäftsprozesse, die von den Daten abhängen
- Fähigkeit, komplexe Datenanforderungen zu definieren
- Fähigkeit, mit Datenquellen und Datenanbietern zusammenzuarbeiten
- Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten
Welche Vorteile bringt der Einsatz eines Data Owners?
- Verbesserte Datenqualität: Durch die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten für die Datenqualität ist gewährleistet, dass die Daten für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.
- Effizientere Datennutzung: Durch die Bereitstellung eines zentralen Ansprechpartners für Datenanfragen können die Nutzer die benötigten Daten schneller und einfacher finden.
- Verbesserte Datensicherheit: Durch die Kontrolle des Datenzugriffs kann der Data Owner sicherstellen, dass die Daten nur von berechtigten Personen verwendet werden.
- Einhaltung von Vorschriften: Der Data Owner kann sicherstellen, dass die Daten gemäß den relevanten Datenschutz- und Compliance-Bestimmungen verwendet werden.
Häufig gestellte Fragen zum Data Owner
Was ist der Unterschied zwischen Data Owner und Data Steward?
Der Data Owner trägt die strategische Gesamtverantwortung für einen Datenbereich und trifft Entscheidungen über Nutzung, Zugriff und Qualitätsstandards. Der Data Steward setzt diese Vorgaben im Tagesgeschäft operativ um. Vereinfacht: Owner entscheidet, Steward exekutiert.
Muss ein Data Owner IT-Kenntnisse haben?
Nein – und das ist ein häufiges Missverständnis. Ein Data Owner kommt typischerweise aus dem Fachbereich, nicht aus der IT. Entscheidend sind Geschäftsprozessverständnis und Entscheidungsbefugnis, nicht technisches Know-how.
Wie viele Data Owner braucht ein Unternehmen?
Das hängt von der Datenarchitektur ab. Als Faustregel gilt: Ein Data Owner pro Datendomäne (z.B. Kundendaten, Finanzdaten, Produktdaten). In mittelständischen Unternehmen sind 3–7 Data Owner realistisch.
Was passiert wenn kein Data Owner definiert ist?
Dann gehören Daten niemandem – und das bedeutet in der Praxis: Datenqualität ist Zufall, Compliance-Verstöße werden spät erkannt, und bei Problemen beginnt ein Zuständigkeits-Pingpong zwischen IT und Fachbereichen.
Mehr Informationen rund um unsere Leistungen Data Organisation Beratung , Beratung Data Governance und Datenkultur Beratung.

Data Owner ernannt, aber ohne Mandat und Zeit? Das scheitert strukturell – nicht an Personen.
Thomas Borlik

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