Datenprodukt
Daten sammeln reicht nicht – ein Datenprodukt macht Daten zu einem aktiv genutzten, messbaren Business-Asset.
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Viele Unternehmen sammeln Daten – aber nur wenige nutzen sie systematisch als Produkt. Das Ergebnis: Dashboards werden gebaut, aber nicht genutzt. Reports entstehen, aber niemand entscheidet auf ihrer Basis. Ein Datenprodukt löst genau dieses Problem: Es ist kein Einmalprojekt, sondern ein kontinuierlich gewarteter Service, der messbaren Geschäftsnutzen liefert.
Was ist ein Datenprodukt?
In der modernen Digitalwirtschaft sind Datenprodukte zu einem Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg geworden. Ein Datenprodukt (Data Product) ist mehr als nur eine simple Datensammlung – es ist ein strategisch konzipiertes, digitales Asset, das Unternehmen dabei hilft, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und Wertschöpfung zu generieren.
Datenprodukte unterscheiden sich von traditionellen Datensammlungen durch ihren produktorientierten Ansatz: Sie werden wie digitale Services entwickelt, gewartet und kontinuierlich verbessert. Dabei stehen die Bedürfnisse der Nutzer im Mittelpunkt. Ein erfolgreiches Datenprodukt kombiniert hochwertige Daten mit benutzerfreundlichen Schnittstellen und klarem Geschäftsnutzen.
Strategie-Relevanz: Es ist das zentrale Element der modernen Datenstrategie, da es Daten aus der Architektur abstrahiert und direkt als Service (z.B. ein Dashboard, ein Feature-Set oder eine API) für Endnutzer bereitstellt.
→ Mehr erfahren Sie im Ultimate Guide zum Datenprodukt: Definition & Best Practices für datengetriebene Organisationen
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Schlüsselelemente eines Datenprodukts
Im Kern zeichnet sich ein Datenprodukt durch vier zentrale Eigenschaften aus. Die strukturierte Aufbereitung der Daten bildet das Fundament für ihre effektive Nutzung. Das nutzerzentrierte Design stellt sicher, dass die Daten in einer Form bereitgestellt werden, die optimal auf die Anforderungen der Zielgruppe abgestimmt ist. Eine umfassende Dokumentation ermöglicht die eigenständige Nutzung, während standardisierte Service-Schnittstellen eine nahtlose Integration in bestehende Systeme gewährleisten.
- Strukturierte Daten: Systematisch organisierte Informationen
- Nutzerzentriertes Design: Auf spezifische Zielgruppen ausgerichtet
- Dokumentation: Umfassende Beschreibung zur Verwendung
- Service-Schnittstellen: Standardisierte Zugriffsoptionen
Praxis-Tipp aus unseren Projekten
Das häufigste Scheitern bei Datenprodukten: Sie werden als IT-Projekt gestartet, nicht als Business-Produkt. Ohne einen Data Product Owner der Verantwortung für Adoption und ROI trägt, landet das Datenprodukt nach dem Launch im Regal – technisch einwandfrei, aber ungenutzt.
Zentrale Rollen im Datenprodukt-Management
Ein Datenprodukt braucht ein interdisziplinäres Team: einen Data Product Owner für Strategie und ROI, einen Datenproduktengineer für die technische Umsetzung und einen Datenanalysten für Insights. Die Abgrenzung dieser Rollen ist entscheidend – und oft unterschätzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Datenprodukt
1. Was ist der Unterschied zwischen einem Datenprodukt und einem normalen Dashboard/Report?
Ein Datenprodukt geht weit über ein einfaches Dashboard oder einen Report hinaus. Es ist ein eigenständiger Service mit folgenden Merkmalen:
- Wiederverwendbarkeit: Es wird von mehreren Teams oder Anwendungen konsumiert.
- Produkt-Management: Es wird aktiv verwaltet (mit Roadmap, Support, Service Level Agreements).
- Geschäftswert-orientiert: Es ist darauf ausgelegt, ein spezifisches Geschäftsproblem zu lösen (z.B. Kundensegmentierung, Betrugserkennung) und hat einen messbaren ROI.
Ein Dashboard ist oft nur die Benutzeroberfläche eines Datenprodukts, aber nicht das Produkt selbst.
2. Wie messe ich den Geschäftsnutzen und ROI eines Datenprodukts?
Der ROI eines Datenprodukts wird durch die Verbesserung der Geschäftsergebnisse gemessen, die es ermöglicht. Wichtige Metriken sind:
- Effizienzsteigerung: Reduzierung der manuellen Arbeit (z.B. Zeitersparnis bei Datenbeschaffung).
- Umsatzsteigerung: Durch bessere Entscheidungen (z.B. gesteigerte Konversionsrate durch ein datengesteuertes Feature).
- Risikoreduktion: Verringerung von Fehlern oder Betrugsfällen.
- Adoption Rate: Wie viele Teams oder Nutzer konsumieren das Datenprodukt regelmäßig.
3. Brauchen wir einen Data Product Owner, wenn wir bereits Datenanalysten haben?
Ja, ein Data Product Owner (DPO) ist entscheidend. Während der Datenanalyst sich auf Insights konzentriert, trägt der DPO die strategische Gesamtverantwortung.
Seine Hauptaufgaben sind:
- Die Abstimmung des Datenprodukts mit den Unternehmenszielen.
- Die Erstellung der Produkt-Roadmap und das Stakeholder-Management.
- Die Sicherstellung des ROI und des Geschäftserfolgs.
Der DPO ist die Schnittstelle zwischen Business und Technik und stellt sicher, dass das Datenprodukt echten Wert liefert.
4. Wie können wir mit der Entwicklung erster Datenprodukte starten?
Der Start erfolgt idealerweise über einen klar definierten, strategischen Prozess, der oft Teil einer Datenstrategie ist:
- Identifikation: Finden Sie den dringendsten Geschäftsschmerzpunkt mit dem größten Datenpotenzial.
- Definition: Definieren Sie das Minimum Viable Product (MVP) und den erwarteten Geschäftsnutzen.
- Organisation: Stellen Sie das interdisziplinäre Team (DPO, Engineer, Analyst) zusammen.
Fazit
Datenprodukte haben sich von technischen Hilfsmitteln zu strategischen Assets entwickelt. Sie ermöglichen es Unternehmen, ihre Datenressourcen gezielt zu monetarisieren und Wettbewerbsvorteile zu generieren. Der Erfolg eines Datenprodukts basiert dabei auf der gelungenen Kombination aus technischer Exzellenz, Business-Expertise und konsequenter Nutzerorientierung. Unternehmen, die in professionelles Datenprodukt-Management investieren, schaffen die Grundlage für nachhaltiges, datengetriebenes Wachstum.

Datenprodukte klingen modern – aber wer trägt die Verantwortung, wenn sie niemand nutzt?
Thomas Borlik

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